Die Ausgangssituation: ungenutztes Grundstück mit extremen Höhenunterschieden
Ein Grundstück, das kaum genutzt wurde, in insgesamt schlechtem Zustand – und dazu extreme Höhenunterschiede im Gelände. Das war die Ausgangslage dieses Projekts. Entstanden ist ein Garten mit klarer Struktur, hochwertigen Materialien und bewusst geringem Pflegeaufwand: mit einer Natursteinterrasse aus Travertin, einer passenden Natursteinmauer, Akzenten aus Cortenstahl und einer vollautomatischen Bewässerung, die ihr Wasser aus einer Zisterne bezieht.
Die größte planerische Aufgabe lag im Gelände selbst. Der Garten wies erhebliche Höhenunterschiede auf, die sich nicht wegdiskutieren ließen – sie mussten zum Gestaltungsprinzip werden. Wir haben das Grundstück deshalb in klar ablesbare Ebenen gegliedert: eine großzügige Hauptterrasse direkt am Haus, davor abgesetzte Garten- und Rasenflächen, dazwischen eine Natursteinmauer, die den Höhensprung aufnimmt und zugleich den Raum fasst. So wird aus einer schwierigen Topografie ein Garten, der sich bequem begehen lässt und in dem jede Ebene eine eigene Aufgabe hat.
Travertin vom Haus in den Garten – ein durchgängiges Materialkonzept
Im Haus lag bereits ein Natursteinbelag. Diesen haben wir im Außenbereich konsequent fortgeführt – mit Travertin, der zum wiederkehrenden Gestaltungselement des gesamten Projekts wurde. Travertin liegt auf der Hauptterrasse, auf dem Balkon und findet sich in der Mauer wieder. Der Effekt: Innen- und Außenbereich wirken wie ein zusammenhängender Raum, die Grenze zwischen Wohnzimmer und Garten verschwimmt. Gerade bei Gärten mit mehreren Ebenen sorgt ein einziges, durchgehendes Material für die Ruhe, die eine gegliederte Fläche braucht.
Natursteinmauer mit Wasserauslass und Akzente aus Cortenstahl
Die Natursteinmauer aus Travertin fängt nicht nur den Höhenunterschied ab, sie ist auch gestalterischer Mittelpunkt: In sie integriert ist ein Wasserauslass, der als Wasserstelle im Garten dient und für ein leises, ständiges Wassergeräusch sorgt. Ergänzt wird das Bild durch Cortenstahl, dessen warme Rostoberfläche einen bewussten Kontrast zum hellen Travertin setzt. Beide Materialien altern in Würde – sie entwickeln über die Jahre Patina, statt zu verschleißen.
Pflegeleichte Bepflanzung mit natürlichem Sichtschutz
Die Bepflanzung ist bewusst vielfältig geplant, damit der Garten über das Jahr hinweg unterschiedliche Bilder zeigt – aber zugleich so ausgewählt, dass der Pflegeaufwand gering bleibt. An den entscheidenden Stellen übernimmt die Bepflanzung außerdem die Funktion eines natürlichen Sichtschutzes: Sie schirmt die Sitzbereiche ab, ohne den Garten optisch einzuengen, wie es eine geschlossene Wand tun würde. Die Rasenflächen wurden komplett neu ausgesät und binden die Ebenen zu einer ruhigen Gesamtfläche zusammen.
Zisterne und vollautomatische Bewässerungsanlage
Ein Garten dieser Qualität soll auch in trockenen Sommern gut aussehen – und das ohne tägliches Gießen. Deshalb wurde von Anfang an eine Zisterne eingeplant und mit einer vollautomatischen Bewässerungsanlage kombiniert. Das gesammelte Regenwasser versorgt Beete und Rasen zu den richtigen Zeiten und in der richtigen Menge. Das schont Trinkwasser, senkt die laufenden Kosten und nimmt den Bewohnern die Arbeit ab. Wichtig ist dabei nur eines: Zisterne und Leitungsführung müssen vor dem ersten Spatenstich mitgeplant werden – nachträglich wird es aufwendig und teuer.
Das Ergebnis: ein stimmiges Gesamtbild
Aus einer kaum genutzten Fläche mit schwierigem Gelände ist ein hochwertiger Außenbereich geworden: klar strukturiert, langlebig in den Materialien, angenehm im Aufenthalt – und im Alltag pflegeleicht. Travertin, Cortenstahl und eine durchdachte Bepflanzung ergeben ein Gesamtbild, das nicht nach einzelnen Bauabschnitten aussieht, sondern nach einem Entwurf.